From Polish Solidarność to European Solidarity

»From Polish Solidarność to European Solidarity – Social movements and the peaceful fall of communism in Europe«


Clara Müller

Montag, 07.12.09

Im Laufe des Tages trafen alle Teilnehmer auf dem Danziger Flughafen Rebiechowo ein, wo sie von Tina empfangen wurden. Tina führte uns zur Bushaltestelle, übergab uns die Tickets und nannte die Station, an der wir aussteigen mussten. Dort wartete schon Marianna. Sie brachte uns zu unserer Unterkunft, dem St. Maximilian Kolbe-Haus. Nachdem die Zimmer zugewiesen und die Schlüssel ausgehändigt worden waren, hatten wir Zeit, uns einzurichten und unsere Zimmergenossen kennen zu lernen. Um 20.00 Uhr gab es ein Willkommensessen im Restaurant „EURO“, in dessen Rahmen wir von Alicja Wancerz-Gluza (KARTA Center), Gabriele Woidelko (EUSTORY) und Patrycja Medowska (European Solidarity Center) begrüsst wurden.

Dienstag, 08.12.09

Nach dem Frühstück hiessen Tina und Marianna uns alle noch einmal herzlich willkommen und stellten sich sowie die Organisationen EUSTORY und KARTA vor. Wir Teilnehmer mussten uns ebenfalls kurz vorstellen. Es folgten verschiedene Spiele, damit wir uns besser kennen lernen konnten. Zur Einführung ins Seminarthema wurde in kleinen Gruppen je ein Glossar zum Wort „Solidarität“ erstellt. Des Weiteren mussten wir aus verschiedenen Sprüchen, die alle im Zusammenhang mit „Solidarität“ standen, unsere persönlichen Favoriten auswählen. Am Nachmittag stand der Besuch der Ausstellung „Roads to Freedom“, die Besichtigung der Danziger Werft und ein Treffen mit Jerzy Borowczak, einem der Männer, die im August 1980 den Streik begonnen hatten, auf dem Programm. Nach dem Abendessen im Kolbe-Haus trafen sich noch einmal alle Teilnehmer zu einem Tagesrückblick.

Mittwoch, 09.12.09

Auf eine kurze Einführung ins Tagesprogramm folgte das Stadtspiel „auf den Spuren von Solidarność“, eine Art OL. In Zweiergruppen mussten wir, mit Stadtplan und Aufgabenblatt ausgerüstet, historische Plätze und Gebäude aufsuchen und Fragen dazu beantworten. Anschliessend fand eine Lesung von Pater Maciej Zięba, dem Direktor des „European Solidarity Center“, statt. Vor dem nächsten Arbeitsblock begaben wir uns für ein kurzes Mittagessen ins Restaurant „Panorama“. Am Nachmittag war Quellenarbeit in kleinen Gruppen angesagt. Jeder Gruppe wurde ein Thema zugeteilt, das bearbeitet und dann den anderen vorgestellt werden musste. Zum Abschluss des Tages hatten Tina und Marianna noch ein Rollenspiel über den Streikbeginn vorbereitet.

Donnerstag, 10.12.09

Nach dem üblichen Tageseinstieg wurd e uns das „European Solidarity Center“ vorgestellt. Darauf folgte der Film „Fall of the Empire“ und eine Einführung ins Nachmittagsprogramm „Soziale Bewegungen und der friedliche Fall des Kommunismus in Euro pa“. In Gruppenarbeit wurde ein „Schulbuch“ über Solidarność erstellt. Nach dem Abendessen bereiteten wir gemeinsam das Interview mit Arkadiusz Rybicki vor.

Freitag, 11.12.09

Am Morgen fand das Interview mit Arkadiusz Rybicki, der als Student am Streik teilgenommen hatte, statt. Danach folgte ein Arbeitsblock über „Solidarität und Europa heute“. Marianna und Tina hatten verschiedene allgemeine Aussagen vorbereitet, zu denen wir Stellung nehmen, und die wir anschliessend diskutieren mussten. Für eine andere Aufgabe mussten wir überlegen, wie wir persönlich unsere Solidarität zu einer Sache bekunden würden. Nach dem Mittagessen im Restaurant „Swojski Smak“ wurde die Schlusspräsentation vorbereitet. Tina und Marianna hatten uns in der Gestaltung freie Hand gelassen, nur der Bezug zum Seminarthema musste klar ersichtlich sein. Wir entschieden uns für ein Rollenspiel, in dem wir die wichtigsten Ereignisse für den Fall des Kommunismus in Polen darstellen wollten. Nach der gelungenen Schlusspräsentation gab es eine Feedbackrunde über das Seminar. Der krönende Abschluss dieser interessanten Woche voller neuer Erfahrungen bildete das Abschiedsessen im Restaurant „Gdańska”.

Samstag 12.12.09
Nach einer wie im Flug vergangenen Woche kam schliesslich der Tag der Abreise. Alle, die erst später am Tag abreisen mussten, konnten frei über ihre restliche Zeit verfügen; einige gingen in die Stadt einkaufen oder bummeln, andere blieben einfach in der Unterkunft und ruhten sich aus.
Fazit

Das Programm unseres Seminars war zwar recht voll, aber auch sehr interessant und abwechslungsreich. Die beiden Organisatorinnen haben ihre Sache wunderbar gemacht. Wir haben viel gelernt und gesehen, wertvolle Erfahrungen gesammelt und neue Freundschaften geknüpft. Ich bin froh, dass ich an diesem Seminar teilnehmen durfte; es war wirklich eine grossartige Woche, die ich nie vergessen werde.