EUSTORY YOUTH ACADEMY, RONDA/SPANIEN, 12.-19.9.2009

FROM AL-ANDALUS TO ANDALUSIA – THE POWER OF RELIGIONS

RONDA, Spanien 12-19 September 2009

Meine Reise mit anderen Jugendlichen aus ganz Europa hat eigentlich schon zwei Wochen vor dem Abflug begonnen. Durch die Infomails, welche uns zwei Wochen vor der Abreise zugesandt wurden, konnte ich einige E-Mail Adressen von anderen Teilnehmer entdecken, und via Msn und FACE BOOK einige Kontakte knüpfen. So haben wir uns schon etwas kennengelernt und von der Reise geträumt.

Die Reise vom Tessin nach Genf via Madrid nach Malaga war schon etwas umständlich, aber ich habe die Flüge genossen, und bereits in Madrid erkannte ich eine Studentin aus Italien. In Malaga wurden wir von dem organisierten Taxi-Dienst abgeholt und in unser Hotel gebracht. Da wir vor dem Eindämmern ankamen, konnten wir bereits die wunderbare typisch andalusische Gegend geniessen.

Ein Teil der Studenten wartete schon in Ronda auf uns, wo wir herzlich empfangen wurden.

Danach wurden wir in ein Restaurant eingeladen, wo wir die typische spanische Küche beim Tapas-Essen genossen haben. Gegenseitig haben wir uns vorgestellt.

Es war sehr interessant, so viele Studenten, aus 16 verschiedenen Nationen kennenzulernen, und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wie viele neue Eindrücke von all diesen Studenten!

An unserem ersten Arbeitstag haben wir uns in einem schönen Haus getroffen, welches für Wissenschaftler offen steht, welche mit Sperimental-Archäologie in der Umgebung zu tun haben. Dort haben wir uns Gruppen aufgeteilt und haben uns gegenseitig unsere Wettbewerbs-Arbeiten erklärt. Danach gab es eine Einführung ins Wochenprogramm und in das zu behandelnde Thema.

Am 2. Tag haben wir uns in eine Reitschule begeben. Da kam ein Professor aus der Universität von Sevilla und hat uns eine Vorlesung über die Araber gehalten, welche einst Spanien besiedelt hatten. Seine Darlegung hat ein ganz neue Sichtweite eröffnet.

Am 3. Tag sind wir am frühen Morgen nach Granada gefahren, wo wir die wunderschöne und bekannte Alhambra (arabische Stadtburg) mit seinen fantastischen Gärten besichtigt haben.

Am 4. Tag wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Wir haben eine Debatte dargestellt, wie es die verschiedenen Glaubensrichtungen sehen könnten, welche in der Stadt Cordoba wohnen, um das umstrittene Problem der Mezquita-Catedral.

In Cordoba wurde diese im 10 Jahrhundert als Moschee gebaut, später nach der Wiedereroberung in einer Kathedrale umgestaltet, und als solche wird sie heute noch benutzt. Zur Zeit erheben die Moslems den Anspruch in dieser Kathedrale zu beten, was ihnen aber verboten ist.

Am 5. Tag haben wir diese Kathedrale besucht und bestaunt. Dieses Gebäude ist riesig, und erstaunlich ist, wie das Gemisch von islamischer und katholischer Kunst unter einem Dach vereint sind.

Am 6. Tag und somit unserem letzten Tag haben wir die Thematik der letzten Woche kreativ in Action, unteranderem dem Besuch der Jury des spanischen Geschichte-Wettbewerbs, vorgeführt. Danach wurden wir in ein schickes Restaurant eingeladen wo wir uns dann noch bis spät in die Nacht bei feinem Essen unterhalten haben. In dieser gediegenen Atmosphäre fand der offizielle Schluss statt. Ohne ins Bett zu gehen sind wir in aller Früh zum Flughafen aufgebrochen. Zum Abschied, da ich den letzten Flug hatte, habe ich noch ein Bad im eiskalten Meer in Malaga genommen.

Diese Woche in Ronda wird mir immer in Erinnerung bleiben. Die super Organisation, die andalusische Region im geschichtlichen und geographischen, waren beeindruckend. Vor allem die verschiedenen Studenten aus so vielen Teilen Europas haben mich fasziniert. Zusammen zu lernen, Erlebnisse auszutauschen, miteinander lachen und scherzen, über Glauben und alles mögliche zu diskutieren war sehr erbauend und angenehm. Nur das Wetter hat nicht ganz mitgespielt. Nach der Trockenheit hat es ziemlich oft geregnet, aber wenn man unter jungen Leute ist ,spielt das schlussendlich keine Rolle mehr, denn Spass hatten wir auch, als wir bei strömendem Regen in der Stadt Cordoba rennen mussten, um pünktlich beim Treffpunkt anzukommen.

Ich möchte allen danken, welche diese Reise ermöglicht haben,allen voran meinem Betreuer Herr Simoni, Eustory, den Organisatoren Tina Gotthard und Eva Hörpel, dem ganzen Personal in Ronda und allen Geschichtslehrern und Sponsoren in der Schweiz und in Europa.

Joel Bischof, 17.10.2009